Lungenheilstätte in G.

12/2016


Langgestreckte Häuser der Lungenheilanstalt
Langgestreckte Häuser der Lungenheilanstalt

 

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl der Lungenkranken stark an. Etwa ein Drittel aller Patienten im Alter zwischen 15 und 60 Jahren litt an Lungentuberkulose. So entstand 1896 die erste Lungenheilstätte in Norddeutschland. Im Jahr 1900 standen bereits 200 Betten für leicht- bis schwerkranke Männer zur Verfügung. Während der vier Jahre des Ersten Weltkriegs wurde die Anstalt zur Behandlung lungenkranker Soldaten genutzt. Bis 1918 wurden zudem Kriegsgefangene hier untergebracht. Dank der Entdeckung von Antibiotika wurde Tuberkulose schneller heilbar: Lange Klinikaufenthalte waren nicht mehr nötig und die Anlagen wurden nicht mehr medizinisch genutzt.  Zwischen 1945 und 1995 wurden die Gebäude durch die Rote Armee als sowjetisches Militärlazarett genutzt.

Historische Ansicht um 1913, Richard Aschkinass, Berlin
Historische Ansicht um 1913, Richard Aschkinass, Berlin

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